Herausforderungen sind unsere Chance

Das Firmenkundengeschäft von Visana entwickelt sich in einem Spannungsfeld verschiedener und teils hoher Anforderungen.

Der Markt gibt weiterhin die Bedingungen vor: Einerseits gilt es, ein Gleichgewicht zwischen den hohen, weiter steigenden Leistungskosten und den Prämien zu halten, andererseits stellen unsere Vertriebspartner und Direktkunden hohe Erwartungen an unsere Produkte sowie an die Betreuung von Seite Visana. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, haben wir im Ressort Firmenkunden auch in diesem Berichtsjahr viel Herzblut und Erfindergeist investiert. Und so können wir heute sagen, dass wir zur Erfüllung der Marktanforderungen auf bewährte Prozesse, attraktive Produkte, qualifizierte Teams und eine hohe Servicequalität zurückgreifen können – kurz, wir sind auf einem soliden Zielkurs.

Kostendeckende Prämien konsequent einfordern 

Der massive Prämienbedarf – sowohl in der kollektiven Krankentaggeldversicherung als auch in der obligatorischen Unfallversicherung – hat den Markt definitiv eingeholt. Die Versicherer sind dazu übergegangen, die Bedarfsprämien mit Nachdruck einzufordern und auch durchzusetzen. Betriebe mit einer konstant ungenügenden Rentabilität bekommen dies in Form markanter Prämienerhöhungen zu spüren.

Bei Geschäften mit hohen Volumina steht der Preis nach wie vor im Mittelpunkt eines Vergabeentscheides. Im letzten Jahr konnte aber festgestellt werden, dass Vergaben mit sehr tiefen Prämien abnehmen und das Prämienniveau über alle Kundenbranchen klar am Steigen ist. Im Bereich der Neugeschäfte ist Visana gegenüber den Vorjahren in Bezug auf Branche, Risiko und Schadenbelastung deutlich kritischer geworden:
Im Vergleich zu früher werden mehr Anfragen abgelehnt. Diese Entwicklung spiegelt sich allerdings noch nicht in den aktuellen Abschlussquoten wider. Durch das konsequente Umsetzen der verschärften Sanierungsmassnahmen bewegt sich auch die Kündigungsrate auf höherem Niveau. Dieser Effekt wird mittelfristig dazu führen, dass unser Portefeuille nachhaltig optimiert wird.

Engagement zum Wohle der Mitarbeitenden zahlt sich aus

Der Weg zu einem systematischen Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) ist sehr individuell und verlangt nach angepassten und massgeschneiderten Ansätzen und Lösungen. Unsere langjährige Erfahrung mit komplexen Fragestellungen und unterschiedlichen Ausgangslagen ermöglicht eine umsichtige Beratung und eine bedarfsgerechte Begleitung unserer Firmenkunden – sei dies in Form von Analysen, Workshops oder Seminaren. Arbeitsausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen haben in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen. Entsprechend gestiegen ist das Interesse von Unternehmen am richtigen Umgang mit betroffenen Mitarbeitenden.

Mit gezielten Schulungen und Inputreferaten helfen wir, Leiden und Ausfälle zu reduzieren. Ziel im Umgang mit psychischen Erkrankungen ist, dass die Betroffenen so weit wie möglich im Arbeitsprozess integriert bleiben. Vom richtigen Umgang mit psychisch kranken Mitarbeitenden profitieren alle: die Patienten, indem ihre Krankheit ernst genommen wird und sie professionelle Hilfe erhalten, aber auch die Unternehmen, die Absenzen von Mitarbeitenden nachweislich reduzieren und damit die Krankentaggeldprämien positiv beeinflussen können. Und schliesslich signalisiert ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitenden, dass ihm ein konstruktives Klima und Wertschätzung am Arbeitsplatz zentrale, gelebte Anliegen sind.

«Stop Risk Days» – die Sicherheit im Fokus

Es sind nicht die Arbeitsunfälle, die den Löwenanteil in der Unfallstatistik ausmachen, sondern die Freizeitunfälle. Diese Unfälle verursachen für die Arbeitgeber der Verunfallten oft hohe Kosten. Unternehmen müssen auf Mitarbeitende verzichten, Ersatzpersonal suchen und einstellen oder die durch den Ausfall zusätzlich anfallende Arbeit auf andere Mitarbeitende verteilen. Deshalb muss eine Reduktion der Nichtberufsunfälle (NBU) sowohl im Interesse der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmenden liegen.


An unseren beliebten «Stop Risk Days» dreht sich alles um das Thema Unfallprävention. Ausgewiesene Profis und Spezialisten vermitteln in Workshops Tipps und Tricks und erzählen von ihren eigenen Erfahrungen. Für die «Stop Risk Days» steht uns die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) als kompetente Partnerin zur Seite. Bekanntes wird mit Neuem und den Anliegen der ganzheitlichen Unfallprävention kombiniert und in einer entspannten Atmosphäre umgesetzt. In der Rangliste der gefährlichsten Beschäftigungen abseits des Arbeitsplatzes nehmen Wintersportaktivitäten eine führende Position ein. Visana engagierte sich auch 2016 mit vier Unfallpräventionstagen im Schnee für die Sicherheit auf der Piste und auf dem Schlitten. Aber auch andere Sportarten sind im Fokus. So führen wir auch «Stop Risk Days» für den Rad- und Bergsport durch und ermöglichen damit zahlreichen Kundinnen und Kunden, zu einem sichereren Verhalten in der Freizeit beizutragen.

Feierabend-Austausch – «gähn! schnarch! pffff! – über den gesunden Schlaf»

Eine zweite beliebte Visana-Eventserie, der Feierabend-Austausch, ging 2016 erneut erfolgreich über die Bühne. Wir durften in den Städten Winterthur, Luzern, Bern und Lausanne wiederum zahlreiche Besucher begrüssen, diesmal zum Thema «gähn! schnarch!pffff!– über den gesunden Schlaf». Neben einem gesunden Lebensstil mit Bewegung und ausgewogener Ernährung ist Schlaf einer der wesentlichen Gesundheitsfaktoren. Schlechter Schlaf ist auf die Dauer ungesund und begünstigt diverse Krankheiten. Der Visana-Feierabend-Austausch bietet einerseits Inputs zu aktuellen Themen, andererseits aber auch die Gelegenheit, mit anderen Unternehmensvertretern ins Gespräch zu kommen.