Corporate Governance

Die Visana-Gruppe hält sich an die gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben und berücksichtigt die Corporate-Governance-Grundsätze des «Swiss Code of Best Practice».

Corporate Governance umfasst bei Visana die gesamte Unternehmensorganisation sowie die Führungs- und Kontrollinstrumente, mit denen das Unternehmen die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Visana hält die einschlägigen Gesetze und Vorgaben der Aufsichtsbehörden ein und orientiert sich an den Anforderungen des «Swiss Code of Best Practice».

Die Prinzipien der Unternehmensführung sorgen für eine offene und wertorientierte Unternehmenskultur, eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sowie eine transparente Informationspolitik. Alle Angaben beziehen sich, soweit nicht anders vermerkt, auf den 31. Dezember 2016.

Verwaltungsrat

Die Zusammensetzung der Stiftungs- und Verwaltungsräte erfolgt aufgrund eines standardisierten Auswahlverfahrens, spezi­fischer Anforderungsprofile und nach fachlichen Kompetenzen, Führungserfahrung sowie der Persönlichkeit und gilt für alle Gesellschaften der Visana-­Gruppe in Personalunion.

Die Stiftungs- und Verwaltungsräte werden für eine Amtsdauer von einem Jahr gewählt. Stiftungs- wie Verwaltungsräte dürfen zum Zeitpunkt der Wahl das 70. Altersjahr noch nicht vollendet haben. Die Stiftungs- und Verwaltungsräte bestehen vollständig aus nicht exekutiven Mitgliedern, die keine operative Tätigkeit in den Visana-Gruppengesellschaften wahrnehmen und solche auch während der ver­gangenen Jahre nicht ausgeübt haben. Die Stiftungs- und Verwaltungsräte stehen zudem in keinen geschäftlichen Beziehungen mit Visana respektive mit Gruppengesellschaften, die sie in ihrer Tätigkeit als Stiftungs- und Verwaltungsräte ­beeinflussen könnten.

Der Verwaltungsrat der Visana Services AG verfügt über folgende Führungsinstrumente: Prüfungs­ausschuss (Audit Committee), interne Revision ­sowie strategisches Controlling. Das interne Kon­trollsystem, das Risikomanagement und die ­Compliance sind ihm besondere Anliegen. Ergänzend zur regelmässigen Selbstevaluation ­unterzieht sich der Verwaltungsrat ebenfalls in regelmässigen Abständen einer externen Beurteilung.

Audit Committee

Das Audit Committee der Visana Services AG setzte sich bis zu den Jahres- respektive Generalversammlungen 2016 aus Cornelia Gehrig-Nell (Vorsitzende), Roland Frey und Robert E. Leu zusammen. Das Audit Committee wird vom Verwaltungsrat aus seinen eigenen Reihen gewählt und unterstützt ihn bei der Erfüllung seiner Aufgaben. Das Audit Committee überwacht, dass das Rechnungswesen und das Managementinformationssystem aussagekräftig und das interne Kontrollsystem wirksam sind. Es behandelt zusammen mit der Direktion sowie der internen und externen Revision die Budgets und Jahresrechnungen, bevor sie den Stiftungs- respektive Verwaltungsräten vorgelegt werden. Das Audit Committee befindet zudem über die Prüfungsaufträge an die interne Revision, deren Methodenwahl und Umfang.

Interne Revision

Die interne Revision, unter der Leitung von Cornelia Werenfels, unterstützt den Verwaltungsrat durch ­unabhängige Kontrollen. Diese umfassen Prüfungen im Rahmen der vom Verwaltungsrat genehmigten Prüfpläne. Die interne Revision verfügt über ein ­allgemeines Vorschlags- und Antragsrecht. Ein direktes Weisungsrecht steht ihr nur bei den Arbeitgeberkontrollen von Kollektivverträgen zu. Die Prüfungsergeb­nisse der internen Revisionsaufträge werden unter anderem an das Audit Committee weitergeleitet, welches die Umsetzung der vereinbarten Ver­besserungsmassnahmen verfolgt oder weitergehende Massnahmen anordnet.

Externe Revision

Als unabhängige externe Revisionsstelle prüft die Ernst & Young AG die Jahresrechnung der Visana-Gruppe. Leitender Revisor ist Stefan Marc Schmid. Das Revisionshonorar belief sich im Jahr 2016 auf rund 347 000 Franken.

Entschädigungen

Die Honorare und die Gehälter der Mitglieder des Stiftungs- und Verwaltungsrates sowie der Direktion werden vom Verwaltungsrat festgelegt. Die im Jahr 2016 ausbezahlten Entschädigungen an Stiftungs- und Verwaltungsratsmitglieder (sieben Mitglieder) betrugen insgesamt 497 260 Franken. In diesem Betrag sind sämtliche Entschädigungen für die Mitarbeit in Ausschüssen enthalten. Boni wurden keine ausgerichtet. Die Visana-Gruppe kennt das Instrument von Mandatsverträgen nicht.

Die Arbeitgeberbeiträge in die Pensionskasse beliefen sich insgesamt auf 30 761 Franken. Die Entschädigungen des Stiftungs- und Verwaltungsratspräsidenten betrugen 132 895 Franken. Die Differenz gegenüber dem Vorjahr begründet sich einzig im Deklarationsumfang; die Entschädigungen sind hingegen unverändert. Die Entschädigung der operativen Leitung der Visana-Gruppe (sechs Mitglieder mit 5,8 Stellen) betrug insgesamt 1 827 605 Franken. Diese Summe umfasst sämtliche fixen und variablen Entschädigungen. Der variable Anteil ist gegen oben beschränkt und abhängig vom Geschäftsergebnis sowie von der jeweiligen Einzelleistung. Die Arbeitgeberbeiträge in die Pensionskasse beliefen sich insgesamt auf 319 838 Franken. Die höchste ausbezahlte Entschädigung betrug 413 725 Franken und ging an den Vorsitzenden der Direktion. Die gegenüber dem Vorjahr insgesamt höhere Entschädigung der operativen Leitung ist hauptsächlich auf die Zielerreichung und somit auf die Höhe der variablen Entschädigung zurückzuführen. Die Mitglieder der Direktion haben Tantiemen, Honorare usw. abzuliefern, die ihnen aus Mandaten zugehen, die sie im Auftrag der Visana-Gruppe wahrnehmen.